Achillodynie…

…die Unendliche Geschichte, oder so ähnlich.

Während der Vorbereitung zur letzten Landtagswahl (Im Mai 2017) tauchten sie das erste Mal auf. Schmerzen in der rechten Achillessehne. Nur ganz leicht aber nervig. Beim austeilen der Post für die Wahlhelfer und einrichten der Wahllokale kann man so was echt nicht gebrauchen. Dieser leichte Schmerz ging auch immer wieder weg, also weiter machen. Im laufe der kommenden Monate wurden die Schmerzen langsam aber sicher mehr und hielten auch immer länger an. So war jede Pause, jedes Wochenende und jeder Urlaub mehr als nur Willkommen. Ich habe dann bis zum September 2018 so weiter gearbeitet. Wenn der Job Spaß macht reißt man sich halt zusammen. In diesem Monat ging es dann zum Orthopäden. Nach dem Röntgen hieß es dann, Fersensporn, Einlagen bekommen, damit sollte es dann wieder gehen. Fehlanzeige.

Knapp einen Monat später waren die Schmerzen nicht mehr auszuhalten und die gingen auch nicht mehr weg. Dieses mal bin ich zu einem Chirurgen gegangen. Ergebnis Achillodynie. Zack, Schiene bekommen und erst mal 4 Wochen AU. Herzlichen Dank. Das war am 12.10. 18. Die AU immer und immer wieder verlängert, da es sich einfach nicht bessern wollte. Die verordnete Physiotherapie hat nämlich auch nicht wirklich geholfen. Im Januar diesen Jahres das erste mal damit zum Krankenhaus zwecks Untersuchung per Ultraschall. Diagnose bestätigt und es wurde ein MRT angeordnet. Auf den Aufnahmen die beim MRT gemacht worden sind zeigte sich eine so genannte spindelförmige Auftreibung mit einer Länge von ca. 9 mm. Danach wurde das erste Mal über eine OP gesprochen. Es gab 2 Möglichkeiten. Die erste, falls es zu einer OP kommt gibt es keine Garantie das sie etwas bringt, die 2. falls es zu keiner OP kommt, wird die ganze Angelegenheit nicht schlimmer aber die Schmerzen bleiben und normal Gehen fällt flach. Was ja bereits der Fall war.

Nun lag es an mir mich für oder gegen eine OP zu entscheiden. Alles so lassen wie es ist oder es zu versuchen und schauen was passiert. Darüber musste ich allerdings nachdenken, lange nachdenken.
Ich habe mich dann letztendlich für eine OP entschieden. Am 2.4. war es dann so weit. Die OP verlief ohne Probleme, die spindelförmige Auftreibung konnte entfernt werden und bereits im Aufwachraum teilte man mir mit das ich keine Schiene mehr benötigen würde. Hurra!

3 Tage später wurde ich aus dem Krankenhaus entlassen und es folgten die üblichen Nachuntersuchungen, Wundkontrolle, etc. Damit ich einigermaßen gehen konnte bekam ich noch im Krankenhaus Gehstützen verpasst.

Jetzt haben wir Mitte Juni und viel besser ist es noch immer nicht. Ich bin weiterhin Krankgeschrieben und habe keine Ahnung wann ich endlich wieder komplett Schmerzfrei gehen kann. Ich brauche zwar die Gehstützen nicht mehr, kann aber höchstens 30 bis 60 Gehen.
Das ganz schlägt einem echt aufs Gemüt und bringt auch immer wieder andere Sachen mit sich, Kopfschmerzen, Probleme mit der Konzentration, Müdigkeit aber auch Schlaflosigkeit. Kein Wunder, ich habe mittlerweile auch über 2 Jahre damit zu tun, bin seit 8 Monaten Krankgeschrieben und habe keine Ahnung wie lange das ganze noch dauern wird.

Stand Heute, ich glaube nicht das ich in absehbarer Zeit noch mal im Außendienst arbeiten kann, wenn es überhaupt noch möglich ist.

Ich werde es demnächst nochmal mit der Physiotherapie versuchen. Mal schauen wie es wird.

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